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Aktuelles
22.02.2017, 11:43 Uhr | Stimmkreisbüro
Pschierer: Hoher Standard beim Rettungsdienst in der Region
Wie die Zahlen des aktuellen „Rettungsdienstberichtes Bayern“ belegen, ist die Einhaltung der 12-Minuten-Hilfsfrist im Rettungsdienst für die Region – wie auch schon in den Jahren zuvor – in hohem Maße gewährleistet. Im Berichtszeitraum 2015 lag im Rettungsdienstbereich (RDB) Donau-Iller, dem u.a. auch das Unterallgäu zugeordnet ist, der Anteil der Notfallereignisse mit einer Fahrzeit von maximal 12 Minuten bei 91,8 Prozent.
Der RDB Donau-Iller ist in zehn Versorgungsbereiche untergliedert, die jeweils eine eigene Rettungswache (RW) vorhalten. Im Versorgungsbereich der RW Mindelheim wie auch im Bereich der RW Kirchheim lag der Erreichungsgrad der Einhaltung der 12-Minuten-Frist bei jeweils 91,7 Prozent.

„Damit liegen die Werte für unsere Region deutlich über dem Schwellenwert einer regelhaften Erreichbarkeit durch qualifizierte Rettungsmittel innerhalb der 12-Minuten-Frist. Für diesen Schwellenwert gibt das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr einen Wert von 80 Prozent aller Notfallereignisse innerhalb eines Versorgungsbereiches vor“, so der örtliche Stimmkreisabgeordnete, Staatssekretär Franz Josef Pschierer.

Für die übrigen Fälle der Überschreitung der Hilfsfrist können die Gründe nicht pauschal dargelegt werden, so Pschierer, denn sie unterscheiden sich in jedem Einzelfall. In der Regel handelt es sich um infrastrukturelle Gründe, so z.B. wenn ein Gebiet ungünstig an das Verkehrsnetz angebunden ist oder die geografische Lage eine Zufahrt von mehreren Seiten verhindert. Bei solchen Gegebenheiten führen insbesondere sog. Duplizitätsfälle, also das zeitgleiche Auftreten mehrerer Notfälle, zur Überschreitung der sog. Hilfsfrist. Wenn auch die Anfahrt des für den Versorgungsbereich vorgesehenen Rettungsfahrzeugs von der Wache aus bei einer ungünstigen Lage des Einsatzortes zeitlich noch ausreichend ist, so ist die Einhaltung der Frist nicht mehr möglich, wenn das Rettungsfahrzeug im Anschluss an einen Voreinsatz aus einem weiter entfernten Bereich anfahren muss oder ein Rettungsfahrzeug aus einem benachbarten Versorgungsbereich den Einsatz übernimmt.

Es ist nach Art. 5 Abs. 1 des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG) Aufgabe des jeweiligen Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF), die Versorgungsstruktur sicherzustellen und zu überprüfen. Dies erfolgt im Rahmen des sog. Trend- und Strukturgutachtens (TRUST) durch das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) der Ludwig- Maximilians-Universität München. Sollte eine solche Untersuchung in bestimmten Gebieten eine Fristüberschreitung von mehr als 20 % feststellen, so zeigt das Gutachten an die jeweilige Situation angepasste Lösungsmöglichkeiten auf. Es ist dann nach Art. 5 Abs. 1 BayRDG Aufgabe des jeweiligen ZRF, Maßnahmen zu ergreifen. Diese Maßnahmen variieren von Fall zu Fall und können
von einer Veränderung der Dispositionsstrategie oder Verlegung von Standorten bis hin zur Einrichtung eines Stellplatzes oder einer neuen Rettungswache reichen.

„Bezüglich der Diskussion um eine 24-Stunden-Rettungswache in Bad Wörishofen bleibt abzuwarten, ob die heuer anstehende und vorgezogene Neubegutachtung der örtlichen Situation neue Erkenntnisse liefert, die die Einrichtung einer neuen Rettungswache in Bad Wörishofen für das zuständige ZRF Donau-Iller begründen würden. Bad Wörishofen hat angesichts seiner Bevölkerungszahl und Altersstruktur sowie der großen Anzahl von Gästeübernachtungen einen besonderen Bedarf an einer hohen Versorgungsqualität. Eine Rettungswache vor Ort wäre daher nur zu begrüßen“, so Pschierer.