Anträge-Suche

Anträge / Initiativen

Die Staatsregierung wird aufgefordert, im Jahr 2019 zu geeigneten Zeitpunkten im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über die aktuelle Schädlingssituation im Wald zu berichten. Insbesondere ist dabei auch auf den Befall von Fichten durch Borkenkäfer einzugehen. Bei den Ergebnissen soll nach Regionen in Bayern differenziert werden. Zusätzlich soll berichtet werden, welche Bekämpfungsstrategien und -hilfen bereits angewendet werden bzw. welche im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel möglich sind. Zudem sollen alle Ergebnisse und Berichte in den jeweiligen betroffenen Regionen in Bayern veröffentlicht werden.



Bayern ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt und damit Waldland Nummer 1 in Deutschland. Fast jeder vierte Hektar deutscher Wald liegt in Bayern und nahezu jeder vierte Festmeter Holz steht in den Wäldern des Freistaates. Der Wald als unser -grünes Drittel- ist gleichzeitig umweltfreundliche Produktionsstätte für den nachwachsenden Rohstoff Holz zur energetischen und stofflichen Nutzung, Bollwerk gegenüber Naturgefahren wie Hochwasser oder Lawinen, Quelle sauberer Luft und von Trinkwasser, Hort der Biodiversität, Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen Pflanzen und Tieren sowie ein natürlicher Erholungsraum für unsere Bevölkerung. Alle diese Funktionen kann der Wald nur dann erfüllen, wenn er möglichst gesund ist. In den vergangen Jahren hatte der Wald bereits mit Stürmen und Trockenheitsphasen, insbesondere im Jahr 2018 mit dem drittwärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, zu kämpfen. Die Wälder sind dadurch in ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen je nach Ausmaß der Trockenheit ohnehin schon geschwächt. Dies zeigt in Ansätzen bereits der kürzlich veröffentlichte Waldzustandsbericht. Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald werden sich vermutlich weiter verschärfen und die Dringlichkeit des Waldumbaus erhöhen. Auch 2019 bedarf es daher wieder großer Anstrengungen und eines konsequenten Handelns bei allen Waldbesitzern, um insbesondere den Borkenkäferbefall, gegebenenfalls auch den Befall durch andere Schädlinge, in Grenzen zu halten. Die Waldbesitzer sind dabei auf die intensive Unterstützung durch die Forstverwaltung angewiesen.


 


 

Zurück zur Übersicht