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Anträge / Initiativen

Die Staatsregierung wird aufgefordert, im Rahmen der Forschungen zu alternativen Pflanzenschutzmaßnahmen im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel auch die Wirkung der gezielten Beweidung durch Schafe als Pflanzenschutzmaßnahme und der Schafbeweidung als Teil des Ackerbausystems zu prüfen. In der neu eingerichteten Zweigstelle der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Ruhstorf a.d. Rott werden u.a. Pflanzenschutzalternativen erforscht und zur Praxisreife gebracht. Unter dem Motto: -Lasst die Schafe und Ziegen wieder auf den Acker - nicht auf die Weide-, erscheint diese, früher gängige Methode, als Forschungsgegenstand geeignet, bietet sie doch eine Möglichkeit kooperativen Ackerbaus unter Verwendung von alternativem Pflanzenschutz. 



Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) baut eine neue Zweigstelle in Ruhstorf a.d. Rott, Landkreis Passau, auf. Im Zusammenspiel von Forschung, Wirtschaft und landwirtschaftlicher Praxis sollen in Ruhstorf zusammen mit den LfL-Instituten und -abteilungen in Freising-Weihenstephan und München zukunftsfähige Lösungen für die Agrarwirtschaft in Bayern entwickelt und zur Praxisreife gebracht werden.


Die Methode der Schafbeweidung scheint ein vielversprechender und praktikabler Ansatz, der als Forschungsgegenstand geeignet ist. Schafbeweidung regt insbesondere monokotyle Pflanzen zur Bestockung an, während diese gleichzeitig geschröpft werden, wodurch ein ähnlicher Effekt wie beim Walzen eintritt.


Die verbesserte Bodenbiologie und insbesondere der geringere Nitratstickstoffgehalt des Dungs verbessern die Nährstoffkonzentration im Zellsaft der Pflanzen. Dadurch kann der Krankheitsdruck der Kulturpflanze reduziert werden, was einen geringeren Fungizideinsatz zur Folge haben dürfte. Es ist zu erwarten, dass im ökologischen Anbau daher hohe Erträge erzielt werden können, ohne dramatische Zunahme von Pilzerkrankungen.


In Aulendorf (BW) durchgeführte Feldversuche zur Ampferbekämpfung im Grünland kamen zum Ergebnis, dass durch die frühzeitige Beweidung mit Schafen, der Ampfer im Grünland sehr wirksam reduziert wurde. Nach mehrfachem Verbiss im Jugendstadium bleibt er aus. Da die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Grünland überwiegend wegen des Ampfers erfolgt, wäre dies ein vielversprechender Lösungsansatz.


 

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