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Anträge / Initiativen

Die Staatsregierung wird aufgefordert, über die Spezies des Japankäfers (Popillia japonica) und dessen Gefahrenpotenzial zu berichten. Ferner soll die bereits erfolgte Ausbreitung des Japankäfers in Europa dargelegt werden. Mit rechtzeitigen Monitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel soll die Etablierung des Käfers in Deutschland verhindert werden.



Der Japankäfer hat in der EU den Status eines meldepflichtigen, prioritären Quarantäneschadorganismus. Die Pflanzenschutzdienste der Bundesländer müssen das Auftreten von Quarantäneschädlingen dem JKI melden. Nach § 4 (3) Pflanzengesundheitsgesetz ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft dazu ermächtigt, durch Rechtsverordnung Vorschriften über das Verfahren und die Durchführung von Risikoanalysen durch das Julius-Kühn-Institut hinsichtlich der Gefahr der Einschleppung von Schadorganismen in die Europäische Union, der Verschleppung von Schadorganismen innerhalb der Europäischen Union oder der Einschleppung in ein Drittland zu erlassen. Die Pflanzenschutzdienste sind angehalten, die entsprechenden Ausrottungs- und Monitoringmaßnahmen zu ergreifen.


Larven und erwachsene Insekten schädigen mehr als 300 Pflanzenarten durch Wurzel- und Blattfraß. Zu den Wirtspflanzen gehören neben Ahorn, Eiche und Buche auch Mais, Kartoffel, Spargel, Tomate, Bohnen, Apfel, Kirsche, Pflaume, Him- und Brombeere, Erd- und Heidelbeere sowie Weinreben.


Der Schädling betreibt Skelettierfraß, wobei nur die Blattadern übrigbleiben.


Die Pflanzengesundheitsbehörden befinden sich derzeit in Alarmbereitschaft, weil der Japankäfer im Deutsch-Schweizerischen Grenzgebiet auf der Alpennordseite gesichtet wurde. Die Schweizer Behörden haben die benachbarten Länder über den Fang eines männlichen Exemplars informiert.


Das Julius-Kühn-Institut (JKI) betont die Wichtigkeit der Verhinderung einer weiteren Ausbreitung.

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