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14.08.2018 | Stimmkreisbüro
Staatsministerin Aigner stellt Verbesserungen auf der Bahnstrecke zwischen Türkheim und Bad Wörishofen in Aussicht
Aus Sicht des örtlichen Stimmkreisabgeordneten, Staatsminister Franz Josef Pschierer, und seinem Landtagskollegen, Bad Wörishofens Altbürgermeister Klaus Holetschek, ist die Kneippstadt als ältester und bekanntester Kneipp-Kurort in besonderem Maße auf einen modernen und auch ökologisch zeitgemäßen Schienenpersonennahverkehr angewiesen. Sie hatten sich deshalb an die zuständige Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Ilse Aigner gewandt und sich bei ihr dafür eingesetzt, dass es auf absehbare Zeit zu Verbesserungen auf der Bahnstrecke zwischen Türkheim und Bad Wörishofen kommt.

„Ein zeitgemäßer und attraktiver Schienenpersonennahverkehr, der auch ökologisch fortschrittlich ist und den Erholungswert der umliegenden Landschaft unterstreicht und befördert, ist für Bad Wörishofen unentbehrlich, nicht nur, aber insbesondere auch im Hinblick auf die mehrheitlich älteren Gäste des Kurortes, die oftmals lieber auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen oder sogar gänzlich darauf angewiesen sind“, sind sich die beiden CSU-Politiker einig.

In ihrer Antwort wies Staatsministerin Ilse Aigner darauf hin, dass die Strecke Türkheim - Bad Wörishofen ab 2018 von modernen Neigetechnik-Zügen bedient wird, die die Strecke Augsburg - Buchloe - Türkheim - Bad Wörishofen befahren. Zusätzlich werden Pendelzüge zwischen Türkheim und Bad Wörishofen eingesetzt, die aus betrieblichen Gründen mit denselben Fahrzeugen gefahren werden müssen wie die aus Augsburg kommenden Züge. Daher könne eine Oberleitung zwischen Türkheim und Bad Wörishofen nur genutzt werden, wenn zugleich auch die Strecke Augsburg - Buchloe elektrifiziert wäre. Die Elektrifizierung letztgenannter Strecke werde vom Freistaat Bayern verkehrlich für sinnhaft erachtet, weshalb er diese Maßnahme auch beim Bund für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hatte, wo sie leider vom Bund nicht berücksichtigt wurde. Pschierer und Holetschek stimmen mit der Ministerin überein, dass die Elektrifizierung der Strecke Türkheim - Bad Wörishofen langfristig zusammen mit einer Elektrifizierung der Strecke Augsburg - Buchloe - Kempten - Lindau betrachtet werden muss. Da letztere Strecke jedoch sehr lang und zudem auch zweigleisig ist, sind die Kosten für die Elektrifizierung dort besonders hoch, wie die Ministerin erklärte. Gemäß ersten groben Kostenschätzungen dürfte sie deutlich mehr kosten als alle sieben Elektrifizierungsprojekte zusammen, die seitens der Staatsregierung im Rahmen der Bayerischen Elektromobilitäts-Strategie Schiene (BESS) per Ministerratsschluss vom 23. Januar 2018 als prioritär eingestuft wurden.

„Mit dem Beginn der Elektrifizierungsarbeiten an der Strecke München - Memmingen - Lindau haben wir vor einem Vierteljahr das Ende der Dieselinsel Allgäu eingeläutet. Diesen Weg gilt es nun konsequent weiter zu verfolgen. Die Ministerin hat deutlich gemacht, dass sie dabei schrittweise vorgehen möchte, wobei der Ministerrat die Strecken Ulm - Memmingen - Kempten, Senden - Weißenhorn und Reutte in Tirol - Pfronten als nächste prioritäre Projekte benannt hat. Für die Stichstrecke nach Bad Wörishofen stellt die Ministerin allerdings eine mittelfristige Lösung in Aussicht“, so Pschierer und Holetschek. Hier sei zu überlegen, so die Ministerin, ob nicht anstelle einer Elektrifizierung der Einsatz von elektrischen Hybrid-Zügen eine Alternative sein wird. „Der Freistaat Bayern wird im Rahmen von BESS mittels Pilotprojekten die Tauglichkeit solcher Systeme prüfen und später bei Ausschreibungen im Nahverkehr für Strecken wie zwischen Türkheim und Bad Wörishofen gegebenenfalls berücksichtigen. Hierfür müssen aber zuerst die Erkenntnisse der Pilotprojekte abgewartet werden“, erklärte die Ministerin.
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