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31.10.2018 | StMWI, Pressemitteilung-Nr. 169/18
Pschierer und Schreyer holen alle Beteiligten an einen Tisch
Pschierer: "Große Unterstützung von allen Seiten"
Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer und die bayerische Arbeits- und Sozialministerin Kerstin Schreyer haben die Unternehmensführung und den Betriebsrat von Fujitsu, die schwäbischen Wirtschaftskammern, die Stadt Augsburg, die Bundesagentur für Arbeit, den Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie und die Industriegewerkschaft Metall ins bayerische Wirtschaftsministerium eingeladen. Gemeinsam haben sie das weitere Vorgehen bei der Schließung des Fujitsu-Standorts in Augsburg zu besprochen
Pschierer: „Das Unternehmen muss jetzt schnell für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Klarheit schaffen, wie es weitergeht. Gemeinsam werden wir alles dafür tun, um für die Beschäftigten zeitnah möglichst wohnortnahe Perspektiven zu entwickeln.“ Fujitsu-Zentraleuropachef Rupert Lehner und die Leiterin des Augsburger Fujitsu-Werkes Vera Schneevoigt haben zugesagt, zum Beginn der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern um einen Interessensausgleich am 21. November auch einen entsprechenden Etappenplan vorzulegen.

Schreyer: „Mir liegen vor allem die Beschäftigten am Herzen, die besonderen Unterstützungsbedarf haben. Wir brauchen hier passgenaue Lösungen. Ich denke dabei in erster Linie an Qualifizierungsmaßnahmen und einen maßgeschneiderten Sozialplan.“ Der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, die Stadt Augsburg und die Bundesagentur für Arbeit werden gemeinsam mit den Kammern umgehend damit beginnen, eine Jobbörse aufzubauen. Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird darüber hinaus das gesamte arbeitsmarktpolitische Unterstützungsinstrumentarium wie Qualifizierungsmaßnahmen oder eine Transfergesellschaft zur Verfügung stehen. Das haben alle Beteiligten bekräftigt.

Pschierer stellt für die Region Augsburg zusätzliche Fördermittel für kleine und mittelständische Unternehmen in Aussicht, die investieren und zusätzliche Arbeitsplätze und damit auch neue Jobperspektiven für Fujitsu-Mitarbeiter schaffen. „Wir haben heute gesehen, dass alle Seiten zu großer Unterstützung bereit sind“, fassten Pschierer und Schreyer das Gespräch in ihrem gemeinsamen Fazit zusammen.

„Augsburg“, so der Wirtschaftsminister weiter, „ist ein zukunftsstarker Wirtschaftsraum mit vielfältigen Perspektiven für Beschäftigung. Die Staatsregierung hat in den letzten Jahren massiv in die Zukunft der Region investiert. Ich erinnere an das Uniklinikum, das Technologiezentrum und die außeruniversitäre Forschung. Es gibt ein klares technologisches Profil. Augsburg ist heute stark in der Umwelttechnologie, in der Luft- und Raumfahrt und im Bereich der neuen Materialien. Der Arbeitskräftebedarf ist groß.“
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