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20.03.2019 | Stimmkreisbüro
Pschierer und Holetschek: „Wissenschaftsausschuss beschließt Antrag zur Stärkung der komplementären und integrativen Medizin in Bayern“
Die Naturheilkunde hat gerade in Bayern große Bedeutung, nicht zuletzt durch die Lehre von Sebastian Kneipp. Umfragen zeigen: 70 Prozent der Menschen wollen Naturmedizin als Ergänzung zur Schulmedizin. „Wir sollten in Bayern diesem vielfach geäußerten Wunsch und dem daraus resultierenden Anspruch auch gerecht werden und die richtigen Weichen für eine wissenschaftlich fundierte Grundlage stellen. Begrüßenswert wäre es deshalb, wenn an der neu gegründeten Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg auch der Bereich für komplementäre und integrative Medizin berücksichtigt und dafür ein Lehrstuhl eingerichtet wird“, so der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek und Staatsminister a. D. Franz Josef Pschierer.
Klaus Holetschek hat dazu einen entsprechenden Antrag eingereicht, der heute im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst einstimmig beschlossen worden ist. Berichterstatter für den Antrag war Staatsminister a. D. Franz Josef Pschierer.

Die Staatsregierung wird in dem Antrag aufgefordert zu berichten, ob und wie an der neuen Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg oder an einer anderen bayerischen Universität Aktivitäten im Bereich der komplementären und integrativen Medizin gestärkt werden können. Dabei sollen laut Holetschek und Pschierer auch die Voraussetzung geprüft werden, wie ein „Kompetenznetzwerk Integrative Medizin“ gegründet und unterstützt werden kann, das sich zum Ziel setzt, praxisbezogene Versorgungsmodelle zu entwickeln, zu evaluieren und in die Versorgung zu implementieren. 

Wie die Naturheilkunde sich erfolgreich in die medizinische Forschung und klinische Praxis eingliedern lässt, zeigen die USA, wo die Komplementärmedizin seit vielen Jahren institutionell fest verankert und stark gefördert wird. Der heute beschlossene Antrag sei daher ein wichtiger Schritt, auch um die Forschung im Bereich Naturheilkunde und traditionelle Heilverfahren zu stärken, so die beiden CSU-Politiker.
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